Das Decoder Ensemble ist 2011 in Hamburg aus einem Kreis von Komponist:innen und Interpret:innen entstanden und zählt heute zu den international erfolgreichsten Ensembles für zeitgenössische Musik. In der Reihe „Unterdeck" ist das Ensemble regelmäßig in der Elbphilharmonie Hamburg zu Gast.
Im Zentrum der kollektiven Arbeit stehen innovative Aufführungssituationen — zwischen Konzertbühne, Performance, hybriden Räumen und algorithmischen Prozessen. Das Ensemble vergibt regelmäßig Kompositionsaufträge und entwickelt gemeinsame Projekte, in denen Komposition, instrumentales Spiel, Inszenierung und multimediale Performance eine ästhetische Einheit bilden.
Innerhalb des Ensembles spielt Leopold Hurt Zither / E-Zither und schafft eine Verbindung von Saiteninstrument und Elektronik. The Dissociated Press Cycle ist eines der Großprojekte, die aus dieser Arbeit hervorgegangen sind.
Das Trio Greifer ist eine Zusammenarbeit von drei Zitherspieler:innen, die das Instrument konsequent ins Zentrum der zeitgenössischen Musik tragen: Reinhilde Gamper (Südtirol), Leopold Hurt (Hamburg) und Martin Mallaun (Tirol). In dieser Trio-Besetzung wird die Zither weder museal noch folkloristisch behandelt, sondern als ein Klangkörper untersucht, dessen Möglichkeiten gerade erst beginnen, sich zu zeigen.
In den letzten Jahren hat sich die Zither langsam, aber beständig einen Platz in der zeitgenössischen Musikszene erobert. Getrieben von Neugier und radikaler Experimentierlust erforschen wir das Instrument auf unorthodoxe Weise. Neue Spieltechniken kommen ebenso selbstverständlich zum Einsatz wie die Errungenschaften elektronischer Musik.
Die CD Greifer ist 2012 auf dem Label Idyllic Noise erschienen.
Mit Andi und Hannes Teichmann — den Gebrüdern Teichmann aus Regensburg/Berlin, beheimatet in den elektronischen Szenen zwischen Techno, Indie und Klangforschung — verbindet Leopold Hurt eine seit dem ersten Auftritt beim Zither4-Festival München 2001 fortlaufende Arbeit. Das Duo Teichmann Hurt verschränkt Zither und Live-Elektronik zu einer eigenen Form improvisierter elektroakustischer Musik: irgendwo zwischen musikalischer Archäologie, Elektronika und Neuer Musik, mit langen Bögen und kontrollierter Materialfülle.
Ein wiederkehrender Schwerpunkt des Projekts sind Live-Vertonungen historischer Stummfilme — von den frühen Abenteuerfilmen Arnold Fancks, den Scherenschnitten Lotte Reinigers bis zum chinesischen Stummfilm The Red Heroine (1928), den das Trio 2008 im Auftrag des Goethe-Instituts in Guangzhou aufführte. Aus diesen Arbeiten ist über die Jahre ein eigenes Repertoire an Klangräumen entstanden, das die Zither aus ihrem volksmusikalischen Kontext löst und in zeitgenössische elektronische Texturen einbettet.